Abschrieb.

Es einfach von der Seele schreiben. Nur, was ist dieses „es“? Mir ist, als gebe es da einen Teil in meinem Gehirn, dem es unbedingt nicht gut gehen will. Dem es immer schlecht gehen wird, egal was ich dagegen auch tue. Ja, ich bleibe oft liegen und ja, manchmal bin ich untätig und liefere mich selbst aus. Aber, es gibt so viele Tage an denen ich es nicht tue. An denen ich aufstehe und so tun will, als wäre diese Seite nicht in mir, als hätte sie keine Stimme und als gebe es sowas wie „fehlende Lebensfreude“ nicht. Ich reiße mich zusammen – also fast, bis auf eben dieser eine Teil in mir, der sich nicht zusammenreißt, sondern gerne zerreißt.
Ich rufe wieder beim Arzt an, ein neuer Termin. Neue Kampfansage. Neuer Versuch am Leben teilzunehmen ohne dass es mich anstrengt. Ich bin voll integriert für meine Mitmenschen, nur ich, ich oder es fühlt sich oft nicht integriert. Nicht zugehörig. Einsam.
Es sich einfach von der Seele schreiben ist wohl nicht ganz so einfach. Und dieses „Depressionen können geheilt werden“-Ding auch wohl nicht. Aber hey, kein Arzt, keine Broschüre hat dazu jemals ein Zeitfenster angegeben. Ob mich das beruhigt? Ich weiß es nicht… nein, eigentlich ganz und gar nicht.
Aber hey, morgen fange ich einfach wieder neu an. Immer und immer wieder. Und vielleicht schreibt sich es dann doch irgendwann einfach von selbst ab…

Veröffentlicht von schuhbaendel

"Es" sucht sich gerade noch selbst.

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