Reizüberflutung.

Zu viele Reize zertrümmern mein Gehirn. Geräuschkulissen, Duftwolken und wuselnde Bilder vor der Linse sind der Motor meiner Migräneanfälle, denen ich wie ein kleines Mädchen ausgeliefert bin.
Die letzten Tage haben mich so dermaßen ausgesaugt, dass ich meine Autofahrt – nach der Arbeit – nur mit großen Krokodilstränen leisten konnte. Pure Verzweiflung.
Wie soll ein Leben funktionieren, wenn es einen so dermaßen intensiv durchflutet, dass einem die Leere ins Gehirn gebrannt wird, während es im gleichen Moment überläuft. ‚Paradox‘ klingt zu einfach für das, was ich an solchen Tagen empfinde und nicht empfinde.
Wenn der eigene Körper ständig auf die Vollbremse steigt, während man gerade den Sprint seines Lebens starten wollte, dann ist das nicht nur doof, sondern es macht einen vollkommen hilflos.
Wie ein Häufchen Elend betrachtet man sich selbst, wohl wissentlich, dass einem keine einzige Chance bleibt, dieses Leben in dieser Intensität gut zu überstehen. Zu viel von allem und im gleichen zu wenig von allem. Zu wenig Teilhabe, bei zu viel Teilhabe. Zu wenig einzigartige Reize, bei zu vielen auf mich einströmenden Impulsen. Zu wenig Pause, bei zu viel Zwangspause. Zu viele Worte für so viel Unerklärbarkeit.

Veröffentlicht von schuhbaendel

"Es" sucht sich gerade noch selbst.

Kommentar hinterlassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle deine Website auf WordPress.com
Jetzt starten
%d Bloggern gefällt das: