Suchende.

Ich wünschte, ich hätte mich irgendwo zwischen Grashalm und Bordstein in dieses Leben verliebt. In die lachenden Gesichter und in die Wärmeflasche bei Bauchweh. In den Sonnenbrand nach heißen Sommertagen und den Schneeengel bei Minus 5 Grad.
Ich wünschte, ich wäre verliebt in den Herzschlag und den Atem des Lebens. In das Aufwachen nach schönen Abenden und in das ‚Ich in Deinem Arm‘- Gefühl. In den Feierabend nach langen Arbeitstagen und kalten Kaba unter wärmer Kuscheldecke. Ich wünschte ich wäre ein bisschen rosarot verliebt in diese Welt. In die schönen Graffiti-Schriften mit Liebesbekundungen unter alten Brücken und in die weisen Sprüche auf den Postkarten am Kiosk an der Ecke. In den Nachbarshund der sich riesig  zur Begrüßung freut und in das alte Ehepaar, das sich immernoch sanft über die Wangen streichelt.
Ich wünschte, ich hätte mich irgendwann so unglaublich sehr in diese Dinge verliebt, dass die Frage nach dem Sinn unbedeutend wäre. Vergessen. Aber ich bin nicht blind verliebt:  ich bin ein blinder Passagier auf der Suche nach irgendwas oder irgendwem.

Veröffentlicht von schuhbaendel

"Es" sucht sich gerade noch selbst.

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