Individualisierung ist nichts für mich.

Hallo Mitmensch,

ich habe Angst. Angst davor, dass ich in diesem ganzen Individualisierungsdruck niemals meinen Platz finden werde.
Denn: vielleicht bin ich überhaupt nicht so einzigartig und individuell wie es Gesellschaft und Welt fordert, sondern einfach nur ein Mensch unter vielen Menschen. Niemand, der irgendwas besonders gut oder nicht gut kann, sondern einfach nur Mensch.
Individualisierung macht mir Angst, denn mein Alltag ist nicht besonders aufregend, nicht besonders beneidenswert. Und das meine ich nicht als negativ Bewertung, sondern als Feststellung meines Nicht-Individualisierungs Prozesses. Ich habe Angst davor laut zu sagen, dass ich nichts großartiges leisten will, aber vor allem auch nicht leisten kann. Ich weiß, damit machte ich mich zu einem schlechteren Menschen, einem unbrauchbaren oder gar faulen Menschen. Individualisierung macht furchtbaren Druck und oft fühle ich mich dadurch so gelähmt, weil ich mir nicht wünschen kann individueller zu sein, sondern viel mehr Mensch. Und dass das Andere nur das laibhaftig Andere ist und nicht das individuelle Andere.
Und ich wünsche mir von Herzen, dass wir weniger individuell sind… und dass dieser Text weniger verwirrend wäre für alle Individualisten.

Veröffentlicht von schuhbaendel

"Es" sucht sich gerade noch selbst.

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